Re: Zahnriemen ch 2.0
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Geschrieben von Chris am 23. Juli 2023 11:33:36:
Als Antwort auf: Re: Zahnriemen ch 2.0 geschrieben von Torsten alias Jabba am 15. Juli 2023 19:10:55:
Servus Torsten,
So Zahnriemen ist gewechselt und nun auch korrekt. War ja vorher um 1 Zahn versetzt.
Zündung und Leerlauf nochmal korregiert. Ich merke jetzt im Stand, sowie kurze Fahrt um Block kein Unterschied. Evt ein Tacken weniger Drehmoment.
Morgen mal auf der Bahn testen. Hab gelesen, das bei den älteren Benziner es so ausschaut
Wenn ein Nockenwellenrad ein Zahn versetzt eingebaut wird, dann läuft der Motor im Leerlauf unruhig (leichtes Schütteln). Ist der Zahnversatz an einer Einlasswelle, dann hat der Motor jenachdem ob Vorgerollt (Mehr Drehmoment weniger Leistung) oder Nachgerollt (Mehrleistung weniger Drehmoment). Ein Versatz von einem Zahn entspricht ca. 10° Kurbelwinkel. solche Pauschalen Aussagen aus der großen Datenmüllhalde Internet kannst du komplett vergessen. Beim 2l im LT merkst du so einen Versatz nicht wirklich. Der Motor ist ja gegenüber seinen Ausführungen im Audi und Porsche praktisch Leistungsreduziert bzw. auf Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen ausgelegt, dadurch sind die Ventilsteuerzeiten weniger "scharf" und er reagiert nicht merkbar auf einen Zahn Versatz.
Es ist vollkommen richtig, Nockenwelle und Kurbelwelle auf die OT-Marke zu stellen, also auf "0". Ein einzelner Zahn Versatz macht nichts aus und lässt sich oft nicht vermeiden, ein Doppelzahn dagegen (d.h. ein Buckel und ein Tal) muss vermieden werden.Ergänzung noch: Dein Verbrauch ist für den CH zu hoch. Die Motoren reagieren sehr empfindlich auf sämtliche Einstellungsgeschichten. Bei der Zündung ist nicht nur der Zündzeitpunkt wichtig, sondern auch der Schließwinkel, sofern noch mit Unterbrecherkontakt gefahren wird. Die Unterdruckanlage muss überall dicht sein und funktionieren, besonders die Unterdruckdose am Verteiler.
Ich hatte vor ein paar Wochen einen CH bei mir, der auch nicht mehr sauber lief. Er war umgebaut auf den 2B2 Vergaser aus dem Audi 100, was die Sache nicht einfacher machte. Letztendlich waren mehrere Sachen defekt. Der Schließwinkel der Zündung hat nicht gestimmt, außerdem war der O-Ring an der Einstellschraube für die Leerlaufdrehzahl undicht, weshalb sich der Vergaser im Stand nicht sauber einstellen ließ. Zusätzlich war auch noch der Vergaserflansch gerissen, sodaß er dort Falschluft gezogen hat. Jetzt läuft der Motor trotz dem falschen Vergaser wieder sauber. Es lohnt sich bei dem alten Material doch, sich mal alles etwas genauer anzusehen, um wieder auf ein zufriedenstellendes Ergebnis zu kommen.
Gruß Chris
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